Eine Hürde von begrenzter Höhe

Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung bremst Wachstum auf IT-Freelancer-Markt nur bedingt

 

Hamburg, 14. September 2017.

 

In jedem Jahr veröffentlicht die Lünendonk & Hossenfelder GmbH ihre Studie zur Marktentwicklung im Segment der Rekrutierung, Vermarktung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland. In diesem Jahr besonders interessant, denn: Seit dem1. April 2017 gilt ein neues Gesetz zur Arbeitnehmerüberlassung, das dem Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit vorbeugen soll. Bereits im letzten Jahr sorgte es für ordentlich Aufruhr unter Freelancern und auf dem stetig wachsenden Markt der Recruiting-Agenturen. Beim Blick auf die Zahlen wird nun deutlich, dass die Digitalisierung ihre eigenen Gesetze schreibt.

 

Auf 98.000 Freelancer schätzt Lünendonk den deutschen Markt für IT-Freiberufler in Deutschland. Sie erwirtschafteten der Studie zufolge über zehn Milliarden Euro in 2016. Dies entspricht einem Wachstum von 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei arbeiten sie direkt für Unternehmen oder werden über Recruiting-Agenturen an die Wirtschaft vermittelt. Thorsten Prüser ist geschäftsführender Gesellschafter einer der größten deutschen Agenturen: der neusta consulting GmbH – laut Lünendonk nur einen Platz von den Top-Ten in Deutschland entfernt. „Im vergangenen Jahr kündigten sich die strengeren politischen Rahmenbedingungen an und wir merkten die Unsicherheiten auf allen Seiten“, sagt er. Vergaberichtlinien von Projekten und Compliance-Anforderungen sind nur einige wenige Prozesse, die auf dem Prüfstand standen. „Unter Realbedingungen“, wie Prüser augenzwinkernd betont, um zu ergänzen: „Über allem thronte der unbedingte Bedarf an Rechtssicherheit aller Beteiligten.“

Digitalisierung als Motor

Auf dem Sektor der führenden Anbieter von IT-Expertenvermittlung, Vermarktung und Steuerung zeigt das dynamische Umsatzplus von 15 Prozent, dass die großen Einbußen bislang ausblieben. „Wir selbst konnten um 52 Prozent auf 52,5 Millionen Euro zulegen und auch 2017 stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum.  Ich sehe uns im kommenden Jahr unter den Top Ten der Branche“, so Prüser. „Diese Entwicklung zeigt, dass die digitale Transformation in allen wirtschaftlichen Bereichen Freelancer unabdingbar macht.“ Lünendonk macht dies an steigenden Budgets für Digitalisierungsprozesse auf Seiten der Kundenunternehmen fest – Prüser pflichtet bei, sieht aber auch IT-spezifische Gründe: „Projektstrukturen sind heutzutage ohne Freelancer nicht mehr denkbar. Es geht um spezielles Know-how, das schnell zur Verfügung stehen muss und kaum ein Unternehmen von sich aus vorhält.“ Nicht verwunderlich, dass alle in der Studie befragten Unternehmen von weiterem Umsatzzuwachs um die 15 Prozent ausgehen. Die Geschäftszahlen 2017 werden es in Kürze zeigen.

 

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